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Photovoltaik Wirtschaftlichkeit & Berechnung

Wer eine Photovoltaikanlage betreiben möchten, sollte sich so früh wie möglich Gedanken über deren Wirtschaftlichkeit machen. Hier gilt es Faktoren wie die Einspeisevergütung und den Eigenverbrauch zu berücksichtigen, damit die Photovoltaikanlage nicht zu einem Verlustgeschäft wird. Eine Wirtschaftlichkeitsberechnung lohnt sich damit für jeden Besitzer einer Solaranlage.

Wirtschaftlichkeit von Photovoltaikanlagen

Die Steuern und Abschreibung der Anlage ist ein wichtiger Faktor bei der Photovoltaik Wirtschaftlichkeit

Die Wirtschaftlichkeit von PV-Anlagen ist ein entscheidendes Kaufkriterium. Sie berechnet sich anhand der grundlegenden Faktoren:

  1. Anschaffungskosten
  2. Vergütung für eingespeisten Strom
  3. Einsparung durch selbst genutzten Strom
  4. Leistung der Anlage
  5. Laufzeit
  6. Kredithöhe
  7. Dachausrichtung/-neigung
  8. Standort
  9. Eingesetzte Komponenten

Allerdings hat die Vergütung für den ins öffentliche Netz eingespeisten Strom mittlerweile an Bedeutung verloren, da diese in den letzten Jahren auf einen extrem niedrigen Stand gesunken ist. Wichtiger werden dagegen die Einsparungen durch den selbst genutzten Solarstrom. Die Preisentwicklung bei den Anschaffungskosten hat sich dagegen massiv nach unten bewegt. Kostete die komplett installierte Aufdachanlage 2006 noch rund 5.100 Euro pro Kilowatt/Peak Leistung, so sind es 2017 nur noch 1.450 Euro pro Kilowatt/Peak Leistung.

Wirtschaftlichkeit von PV-Anlagen hängt von Nutzung ab

Durch höheren Eigenverbrauch steigt die Rentabilität. Mit einem Stromspeicher lässt sich der Eigenverbrauch steigern.
© swissolar.ch | solargrafik.de

Entscheidend für eine wirtschaftlich betriebene PV-Anlage ist die Nutzung selbiger. Reine PV-Anlagen zur Volleinspeisung von Strom sind heute durch die gesunkene Einspeisevergütung nicht mehr rentabel - hier rückt der Eigenverbrauch in den Vordergrund. Die Wirtschaftlichkeit selbst gibt an, ob die Erträge aus der PV-Anlage die Aufwendungen übersteigen. Sie wird früher erreicht, wenn kein Fremdkapital in Form von Krediten benötigt wird.

Der Standort entscheidet mit

Auch der Standort der PV-Anlage entscheidet mit über deren Wirtschaftlichkeit, da die durchschnittliche Sonneneinstrahlung je nach Region unterschiedlich hoch ist. Die Globalstrahlungskarte Deutschland weist die meisten Sonnenstunden für Baden-Württemberg auf, die wenigsten Sonnenstunden werden in Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Hamburg und Bremen gemessen. Die durchschnittlichen Leistungen, die pro kWp Leistung einer Anlage erzielt werden können, zeigt folgende Tabelle auf.

Bundesland Durchschnittliche kWh/kWp Durchschnittlicher Ertrag in kWh/Jahr für eine 5 kWp große PV-Anlage
Baden-Württemberg9904.950
Saarland9704.850
Bayern9504.750
Rheinland-Pfalz9504.750
Sachsen9504.750
Sachsen-Anhalt9504.750
Hessen9404.700
Thüringen9304.650
Mecklenburg-Vorpommern9204.600
Berlin9104.550
Brandenburg9104.550
Hamburg9004.500
Bremen9004.500
Niedersachsen9004.500
Nordrhein-Westfalen9004.500
Schleswig-Holstein9004.500

Weitere Einflussfaktoren für die Wirtschaftlichkeit

Die durchschnittlichen Erträge pro kWp Leistung einer PV-Anlage werden bei gut ausgerichteten Anlagen erreicht. Eine PV-Anlage sollte daher im richtigen Neigungswinkel installiert werden. Hierbei können Montageuntergestelle hilfreich sein, wenn der Neigungswinkel des Dachs nicht ausreicht. Außerdem sollte die PV-Anlage möglichst nach Süden ausgerichtet sein, um den höchstmöglichen Ertrag zu erreichen.

Wie wirtschaftlich arbeitet die eigene Anlage?

Um die Wirtschaftlichkeit einer geplanten PV-Anlage zu ermitteln, stehen im Internet verschiedene Tools zur Verfügung.

Berechnung der Wirtschaftlichkeit

Im Folgenden eine Beispielrechnung für die Wirtschaftlichkeit einer PV-Anlage:

Leistung: 5 kWp
Ertrag im 1. Jahr: 950 kWh/kWp
Einspeisevergütung: 12,30 Cent/kWh
Strompreis: 30,00 Cent/kWh
Eigenverbrauchsquote: 46 Prozent
Leistung in Folgejahren: 0,5 Prozent reduziert
Strompreis in Folgejahren: 2 Prozent Anstieg
Anschaffungskosten/kWp: 1.499 Euro
Laufende Kosten/Jahr: 150 Euro
Jahr Ertrag/Jahr Einnahmen aus Einspeisevergütung Einnahmen aus Stromkosteneinsparung Einnahmen gesamt
04.750,00 kWh315,50 €655,50 €971,00 €
14.726,25 kWh313,92 €665,27 €979,19 €
24.702,62 kWh312,35 €675,18 €987,53 €
34.679,11 kWh310,79 €685,24 €996,03 €
44.655,71 kWh309,23 €695,45 €1.004,68 €
54.632,43 kWh307,69 €705,81 €1.013,50 €
64.609,27 kWh306,15 €716,33 €1.022,47 €
74.586,22 kWh304,62 €727,00 €1.031,62 €
84.563,29 kWh303,09 €737,83 €1.040,93 €
94.540,48 kWh301,58 €748,83 €1.050,41 €
104.517,77 kWh300,07 €759,99 €1.060,06 €
114.495,18 kWh298,57 €771,31 €1.069,88 €
124.472,71 kWh297,08 €782,80 €1.079,88 €
134.450,35 kWh295,59 €794,47 €1.090,06 €
144.428,09 kWh294,11 €806,30 €1.100,42 €
154.405,95 kWh292,64 €818,32 €1.110,96 €
164.383,92 kWh291,18 €830,51 €1.121,69 €
174.362,00 kWh289,72 €842,88 €1.132,61 €
184.340,19 kWh288,28 €855,44 €1.143,72 €
194.318,49 kWh286,83 €868,19 €1.155,02 €
204.296,90 kWh285,40 €881,13 €1.166,53 €
Summe22.328,16 €

Die Gesamtanschaffungskosten für die PV-Anlage beliefen sich auf 7.495 Euro. Die laufenden Kosten für Wartung, Versicherung und Co. sind mit 150,00 Euro zugrunde gelegt. Damit ergibt sich ein Gesamtkostenaufwand von:

7.495,00 Euro + (150,00 Euro * 21 Jahre) = 10.645 Euro

Die PV-Anlage hat nach 21 Jahren bereits einen Ertrag von 22.328,16 Euro eingebracht. Damit arbeitet sie bereits ab dem zehnten Jahr nach Inbetriebnahme gewinnbringend, weil bis zu diesem Zeitpunkt bereits 11.157,40 Euro Einnahmen bzw. Einsparungen durch die PV-Anlage erzielt wurden.

Warum Prognosen nicht für bare Münze genommen werden können

Die Prognosen für die Erträge einer PV-Anlage lassen sich allerdings nur grob abschätzen, so dass ein sehr regenreicher Sommer die Erträge reduzieren oder ein sehr sonniges Jahr sie erhöhen kann. Mithilfe dieser Wirtschaftlichkeitsberechnungen wird es aber möglich, zumindest grob abzuschätzen, inwieweit sich die Investition in die PV-Anlage rentiert.

Auch die Wirtschaftlichkeitsberechnung des Angebotes vom Solarteur sollte überprüft werden.

Zusätzlich ist zu beachten, dass die erhöhten Einnahmen um die Inflation zu bereinigen sind. Demnach sind höhere Einnahmen in späteren Jahren weniger wert, als im Jahr 0. Das Geld wird durch die Inflation entwertet. Außerdem sind wir im Beispiel von einer komplett eigenfinanzierten PV-Anlage ausgegangen. Die Werte können sich durch die Kreditfinanzierung und der damit verbundenen Zinskosten entsprechend verändern.

Ein guter Solarteur liefert bei Angebotserstellung eine Wirtschaftlichkeitsberechnung mit. Diese kann anhand der Onlinerechner nochmals überprüft werden, so dass vor der endgültigen Kaufentscheidung detailliert geprüft werden kann, inwieweit die infrage kommende Anlage sich rechnet.

Diese Faktoren beeinflussen die Wirtschaftlichkeit der Photovoltaikanlage

Etliche Faktoren beeinflussen die Wirtschaftlichkeit einer Photovoltaikanlage. Zu den wichtigsten Einflussfaktoren gehören die Investitionskosten, die Betriebs- und Wartungskosten sowie die Finanzierungskosten. Ebenfalls zu betrachten sind die Einspeisemenge und der Eigenverbrauch sowie Steigerungsraten bei den Energiepreisen. Sind Fremdkapitalkosten zu tragen, sollte der Besitzer auch den Zinssatz für die Kredite im Auge behalten. In den meisten Fällen ist ein Eigenverbrauch der erzeugten Energie zu betrachten: Hier gilt es, die Kosten für den erzeugten Strom mit den Kosten für Energie aus konventionellen Energieträgern zu vergleichen (wäre ich mit einem Stromvertrag bei einem örtlichen Versorger besser gefahren?). Mit der Energiepreissteigerungsrate zum Beispiel fließen in die Berechnung auch solche Faktoren ein, die mit Unsicherheit behaftet sind und für die der Betreiber daher Prognosen erstellen muss.

Ab wann ist die Anschaffung einer Photovoltaikanlage finanziell sinnvoll?

Foto: Grammer Solar / R. Ettl

Die Investition in eine Photovoltaikanlage ist unter verschiedenen Gesichtspunkten immer sinnvoll. Schließlich produziert sie umweltfreundlichen Strom und macht den Haushalt unabhängiger vom Stromnetz. Fraglich ist aber, ob jede Anlage auch in finanzieller Hinsicht lohnenswert ist. Dabei gilt: Am Ende muss auf der Ertragsseite mehr stehen als auf der Kostenseite. Hier gilt es zu berücksichtigen, dass über die Jahre die Kosten für die Erzeugung von Solarstrom stetig gesunken sind, während sich die normalen Haushaltsstrompreise kontinuierlich verteuert haben. Der Bundesverband der Solarwirtschaft gibt an, dass ungefähr im Jahr 2013 die Kosten für die Erzeugung von Solarstrom zum ersten Mal unter den Haushaltsstrompreisen lagen. Damit wird die Investition in eine Photovoltaikanlage immer interessanter.

Wann ist die Amortisation erreicht?

Bei der Amortisation einer Photovoltaikanlage geht es um die Frage, wann damit zu rechnen ist, dass die laufenden Erträge aus dem Verkauf von Strom die anfänglichen Investitionskosten für die Anlage wieder eingespielt haben werden. Die Amortisation verlängert sich, wenn die Anlage fremdfinanziert ist und Zinskosten miteinbezogen werden müssen. Damit die Anschaffung einer Anlage Sinn macht, sollte eine Amortisation spätestens nach einem Zeitraum von 20 Jahren erreicht werden können. Das macht auch deshalb Sinn, weil zum Beispiel die Einspeisevergütung gesetzlich für 20 Jahre garantiert wird und sich damit für eben diesen Zeitraum eine bessere Planbarkeit ergibt. Die Erfahrung zeigt, dass die Amortisation je nach Größe der Anlage im Durchschnitt nach 10 bis 15 Jahren erreicht ist.

Eigenfinanzierung oder Fremdfinanzierung

Für die Berechnung der Wirtschaftlichkeit einer Photovoltaikanlage spielt auch die Art der Finanzierung eine wichtige Rolle. Die KfW bietet zum Beispiel Darlehen an, die speziell für die Investitionen in Photovoltaikanlagen zur Verfügung gestellt werden. In diesem Fall kommen die Kreditzinsen bei der Berechnung auf der Kostenseite hinzu. Ebenfalls anzutreffen in der Praxis sind Leasing-Modelle. Hierbei kauft eine Leasinggesellschaft die Photovoltaikanlage und vermietet diese dann wieder an den Betreiber. Auch hier ist eine freie Nutzung gegeben, monatliche Beträge sind jedoch an die Leasinggesellschaft zu entrichten und stellen Kosten dar, die es im Rahmen der Wirtschaftlichkeitsrechnung zu berücksichtigen gilt.

Berechnung der Rendite

Die Berechnung der Rendite gehört zu jeder Wirtschaftlichkeitsrechnung für Solaranlagen. Hierbei werden die mit der Anlage erwirtschafteten Gewinne ins Verhältnis zu den Investitionen gesetzt. Die Rendite gibt also letztlich die Verzinsung des eingesetzten Kapitals an. Für eine Privatperson mag eine Rendite von 0 Prozent bereits ausreichend sein, wenn die Anlage vor allem unter Gesichtspunkten des Umweltschutzes und einer autonomen Energieerzeugung betrachtet wird. Unternehmen werden hier jedoch eine höhere Rendite anstreben, da eine sehr viel stärker ausgeprägte Gewinnerzielungsabsicht vorliegt.