Angebote für eine Solaranlage einholen
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Photovoltaik Angebot einholen – Die richtige PV-Anlage finden

Mindestens drei Angebote sollten eingeholt und miteinander verglichen werden.

Die Angebotseinholung für die PV-Anlage ist der wichtigste Schritt in Richtung eigener Sonnenstromerzeugung. Mindestens drei Angebote sollten eingeholt werden, bevor die Entscheidung getroffen wird. Entscheidend ist nicht alleine der Preis, sondern auch die Qualität der verbauten Teile.

Vor-Ort-Termin für Angebotseinholung unverzichtbar

Für die Angebotseinholung ist ein Vor-Ort-Termin mit den betreffenden Solarteuren unverzichtbar. Bei diesem werden in erster Linie folgende Punkte berücksichtigt:

  • Dachausrichtung, Dachneigung und Dachmaße
  • Dacheindeckung/-unterkonstruktion
  • Dachstatik
  • Firstreiter-Begutachtung (geschraubt, gemörtelt)
  • Aufdach- oder Zwischensparrendämmung vorhanden?
  • Anzahl der Sparren, Abstände der Sparren zueinander, Sparrenquerschnitt und Abstand der Sparren vom Ortgang
  • Welche Schattenverläufe gibt es auf dem Dach?
  • Kann ein Gerüst aufgestellt werden?
  • Ist auf dem Dach bereits ein Dachständer/Stromanschluss vorhanden?
  • Sind bereits Leerrohre vom Dach zum Keller vorhanden?
  • Welchen Durchmesser haben die Leerrohre?
  • Kann bei fehlenden Leerrohren ein Kabelkanal an der Fassade montiert werden?
  • Welche Standorte kommen für Wechselrichter und Stromspeicher infrage?
  • Wie lang müssen die Leitungen vom Modulfeld zum Wechselrichter ausfallen?
  • Gibt es im Zählerschrank noch ein freies Zählerfeld?
  • Ist bereits ein Potenzialausgleich vorhanden?
  • Ist bereits eine Blitzschutzanlage vorhanden?
  • Welcher Strom-/Heizungsverbrauch lag in den letzten Jahren vor? (Dimensionierung)
  • Welcher Strom wird tagsüber bzw. nachts verbraucht?
  • Wie lautet die Zählernummer auf dem eingebauten Stromzähler?
  • Gibt es eine Wärmepumpe?
  • Hat die vorhandene Wärmepumpe einen speziellen Heizstromtarif?
  • Ist die Anschaffung eines Elektrofahrzeugs geplant?

Werden diese Fragen nicht gestellt, sollten Bauherren der PV-Anlage Obacht geben. Um die PV-Anlage korrekt planen und ein entsprechend umfassendes Angebot erstellen zu können, werden all diese Angaben benötigt.

Wie kann ich einen seriösen Anbieter erkennen?

Um einen seriösen Solarteur zu erkennen, ist es wichtig, folgende Punkte zu beachten:

Ein guter Solarteur wird Referenzanlagen in Ihrer Umgebung vorweisen können.
  1. Kann der Solarteur Referenzanlagen vorweisen?
  2. Wie flexibel ist der Solarteur bei den Herstellern der Komponenten? Wählt er diese nach den individuellen Kundenwünschen aus oder verbaut er nur Teile eines Herstellers?
  3. Seriöse Solarteure belegen verschattete Flächen nicht mit Solarmodulen, sondern raten lieber zu einer kleineren Anlage.
  4. Das Angebot wird kostenfrei, umfassend und aussagekräftig erstellt.
  5. Angebote sollten zwei bis vier Wochen gültig bleiben, um keinen Zeitdruck für die Entscheidung zu erzeugen.
  6. Das Baugerüst wird vom Solarteur gestellt. Bei vom Bauherrn gestelltem Gerüst, haftet er für Gefahren, die von diesem ausgehen.
  7. Die Montage wird über den Solarteur versichert.
  8. Der Solarteur erstellt nicht nur ein Angebot, sondern bietet auch eine kostengünstigere Alternative an, zeigt aber gleichzeitig die Vor- und Nachteile beider Varianten auf.

Angebot auf Vollständigkeit prüfen

Liegt das Angebot des Solarteurs vor, sollte nicht nur der Preis beachtet werden. Wichtiger ist es, die Vollständigkeit des Angebots zu überprüfen. Darin sollten in jedem Fall folgende Punkte enthalten sein:

  • Dachzeichnung mit Modulplan
  • Prognose der Erträge und Wirtschaftlichkeit
  • Angaben zu den verwendeten Modulen
  • Angaben zum verwendeten Wechselrichter
  • Angaben zum verwendeten Montagesystem, Kabeln und Steckverbindern
  • Angaben zum verwendeten Ertragsüberwachungssystem, sofern dieses gewünscht ist
  • Angaben zu den durchzuführenden Montage- und Installationsarbeiten
  • Übernahme von Anmeldung, Fertigstellungsanzeige und Abnahme für den Netzanschluss?
  • Versicherung der Montagearbeiten
  • Gerüstkosten

Detaillierte Angebotsprüfung

Empfehlenswerte Angaben im Angebot.
Quelle: Photon

Sind alle genannten Punkte im Angebot enthalten, müssen künftige PV-Anlagen-Betreiber noch einmal genauer hinschauen. Bei der Dachzeichnung sollte geprüft werden, ob verschattete Flächen mit Modulen belegt wurden und wie dies technisch gelöst wurde. Bei den Informationen zu den Bauteilen wird es komplexer. Generell sollten für Module, Wechselrichter und Montagesystem der Hersteller und die Typenbezeichnung, die Zertifizierung und die Gewährleistung benannt sein. Zu den PV-Modulen sollten zusätzlich mindestens folgende Angaben im Angebot enthalten sein:

  1. Stückzahl
  2. Zelltyp
  3. Nennleistung
  4. Toleranz der Nennleistung

Ähnlich sieht es beim Wechselrichter aus, bei dem mindestens folgende Angaben zu finden sein sollten:

  1. Stückzahl
  2. AC- und DC-Nennleistung
  3. Europäischer Wirkungsgrad
  4. Gehäuseschutz

Bei den Montagesystemen gelten folgende Mindestangaben:

  1. Ausführung gemäß Dacheindeckung
  2. Witterungsbeständigkeit

Wichtig ist zudem eine sehr detaillierte Aufstellung der Montage- und Installationsarbeiten, untergliedert nach AC- und DC-seitigen Arbeiten. Dazu zählen unter anderem:

  • Montage von Unterkonstruktion, Modulen und Wechselrichtern
  • Ziehen der Kabel im Haus
  • Verschaltung der Module untereinander
  • Verschaltung aller Anlagenkomponenten bis zum Wechselrichter
  • Montage des Einspeisezählers
  • Verschaltung von Wechselrichter und Einspeisezähler
  • Netzanschluss

Diese Zertifizierungen sind sinnvoll

Jedes PV-Modul kann eine Zertifizierung erhalten, ebenso die anderen Komponenten einer hochwertigen PV-Anlage. Die wichtigsten Zertifikate sind dabei folgende:

  1. IEC 61215 – für mono- und polykristalline PV-Module
  2. IEC 61646 – für Dünnschichtmodule
  3. DIN EN 62109-1 – für Wechselrichter – sie müssen dieser Norm entsprechen und sollten entweder dreiphasig einspeisen oder ohne Transformator arbeiten
  4. DIN 1055 – dieser Norm müssen Unterkonstruktionen für PV-Module entsprechen

Für die mono- und polykristallinen PV-Module kommt außerdem die Norm CEC 503 Ispra in Betracht, die der IEC 61215 entspricht. Die IEC 61730 enthält erweiterte Sicherheitsprüfungen. Generell sollten alle Bauteile eine ausreichende Schutzisolierung mindestens der Schutzklasse II vorweisen können. So wird das Austreten gefährlicher Körperströme verhindert.

Weiterhin sinnvoll sind folgende Zertifikate und Gütezeichen:

RAL-Gütezeichen RALGZ 966
Qualitätsstandard hinsichtlich Konzeption, Herstellung, Service/Betrieb und Ausführung. Die technischen Bestimmungen des RALGZ 966 sollten deshalb in die Vertragsunterlagen aufgenommen werden, um die rechtsverbindliche Vorgabe der technischen Qualitätsstandards zu erreichen.
» aktuelle Güte- und Prüfbestimmungen (RAL-GZ 966)
» Internetdatenbank mit angeschlossenen Unternehmen
Photovoltaik-Anlagenpass des Bundesverbandes der Solarwirtschaft e.V. (BSW)
Darf nur von registrierten Handwerksbetrieben übergeben werden. Der Pass bietet die Garantie, dass die Anlage nach dem aktuellen Stand der Technik gebaut wurde und enthält eine Protokollvorlage für die Abnahmemessung. Allerdings handelt es sich nicht um ein unabhängig geprüftes Qualitätszertifikat.
» Photovoltaik Anlagenpass
TÜV-Prüfung
Im Internet führt der TÜV Rheinland eine Liste geprüfter Module und Montagesysteme, die die Auswahl der passenden Anlagenkomponenten erleichtern kann.
» TÜV Rheinland (Qualifizierung und Zertifizierung)