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Was ist die 70 Prozent Regelung?

Die 70% Regelung ist noch relativ neu, wurde sie doch erst mit der Neufassung des EEG vom 29.03.2012 verabschiedet. Bis dato durfte der Netzbetreiber vom Anlagenbetreiber verlangen, eine Steuerungseinheit einzubauen, die per Funk betrieben werden kann. Dadurch sollte es dem Netzbetreiber möglich werden, die Anlage abzuschalten, wenn eine Netzüberlastung droht. Man spricht hier auch vom so genannten Einspeisemanagement.

Da dieses mit einem immensen Eingriff in die Rechte der Anlagenbetreiber einhergeht, wurde der Ruf nach Alternativen zunehmend lauter. Die 70% Regelung ist eine solche Alternative. Auf die Steuerungseinheit kann verzichtet werden. Voraussetzung dafür ist aber, dass die Leistung der PV Anlage nicht vollständig genutzt wird, um den so erzeugten Strom ins öffentliche Netz einzuspeisen. Maximal 70% des Stroms (daher auch der Name) dürfen eingespeist werden, der restliche Strom, der durch die PV Anlage erzeugt wird, muss selbst verbraucht werden oder verpufft ungenutzt.

Die 70% Regelung ist dabei begrenzt auf kleine PV Anlagen, deren Spitzenleistung 30 kWp nicht überschreitet. Der große Vorteil ist darin zu sehen, dass der Netzbetreiber nicht mehr in den Anlagenbetrieb eingreifen kann. Als nachteilig erweist sich, dass mit der 70% Regelung auch auf einen großen Teil der Einspeisevergütung verzichtet werden muss. Dies ist noch am ehesten hinzunehmen bei kleinen Anlagen mit Leistungen unter 10 kWp, da hier die Reduzierung der Einspeisevergütung nicht so sehr ins Gewicht fällt. Auch Anlagen, die nicht optimal nach Süden, sondern nach Osten oder Westen ausgerichtet sind, können die 70% Regelung nutzen, da genauso hier der Verlust der Einspeisevergütung nicht zu sehr ins Gewicht fällt.