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Welche Maßnahmen muss ich treffen, wenn meine Photovoltaikanlage einen enormen Leistungsverlust erleidet?

Eine Photovoltaikanlage ist mit erheblichen Investitionskosten verbunden. Doch diese lassen sich dank der zu erwartenden Erträge wesentlich leichter tragen und irgendwann wirft das System nur noch Gewinn ab.

Damit dieser Zeitpunkt möglichst schnell erreicht wird, die PV Anlage sich also schnellstens amortisiert, muss es das vorrangige Ziel sein, hohe Ertragszahlen zu erreichen. Und im umgekehrten Fall ist schnelle Hilfe unabdingbar, sollten sich Ertragseinbußen abzeichnen.

Anlagenüberwachung obligatorisch

Eine Photovoltaikanlage wird üblicherweise im Jahresintervall durch ein Fachunternehmen gewartet. Zu diesem Termin wird die Anlage inspiziert, aber auch ihre Aufzeichnungen und Werte unter die Lupe genommen.

Doch so wichtig diese Kontrolltermine auch sind, so reichen sie dennoch nicht aus, möchte man sich abzeichnenden Ertragseinbußen frühzeitig begegnen. Hier hilft nur eine regelmäßige Datenkontrolle, die wahlweise manuell oder mittels eines integrierten Datenloggers vonstattengehen kann. Nur durch diese Vorgehensweise hat man einen regelmäßigen Überblick über die Erträge und kann sofort bei registrierten Ertragseinbußen die entsprechenden Gegenmaßnahmen einleiten.

Dreistufige Vorgehensweise bei Ertragseinbußen

Sobald man im Zuge der PV Anlagenüberwachung feststellt, dass die Erträge rückläufig sind, also nicht mehr das durchschnittliche Niveau erreichen, ist es an der Zeit, Gegenmaßnahmen einzuleiten. Deren Gestalt richtet sich nach dem Umfang der Ertragseinbußen.

  1. Langsam fortschreitende Ertragsminderung
    Zeigen sich langsame aber kontinuierliche Minderungen bei den Photovoltaikerträgen, so ist dies noch kein akutes Warnsignal, aber dennoch ein Zeichen, dass nun Handeln gefragt ist. Deshalb sollte man in einem solchen Fall
    1. die Solarmodule optisch inspizieren, ob sichtbare Defekte erkennbar sind oder eine Veränderung an den Umgebungsverhältnissen Verschattungen induziert.
    2. die Solarmodule einer Reinigung unterziehen, da auch Verschmutzungen Verschattungsfaktoren darstellen.
    3. eine erneute Feinabstimmung des gesamten Photovoltaiksystems durchführen, da minimale Abweichungen vom Ideal ebenfalls zu Ertragseinbußen führen.
  2. Bei fortbestehender Ertragsminderung
    Nachdem die unter Punkt 1 genannten Maßnahmen durchgeführt wurden, sollte eine tägliche Anlagenüberwachung erfolgen, um die weitere Ertragsentwicklung zu beobachten. Stellt sich dabei heraus, dass die Handlungen erfolglos geblieben sind, sprich die Ertragsminderungen fortbestehen oder sich gar im negativen Sinne weiterentwickeln, so ist die Photovoltaikanlage durch einen Fachmann genauer unter die Lupe zu nehmen. Zwar ist diese Situation noch nicht akut systembedrohlich, dennoch kann ihr Fortbestand irreparable Schäden verursachen.
  3. Nullertrag oder massiver Ertragsausfall
    Entwickelt sich die schleichende Ertragsminderung weiter oder zeigt das PV System sogar einen Nullertrag, dann ist sofortige Abhilfe notwendig. Denn eine solche Entwicklung ist üblicherweise ein sehr schlechtes Zeichen und kann ohne Behebung die komplette Photovoltaikanlage schädigen. Die sofortige Involvierung eines Fachbetriebs ist nun unabdingbar.