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Die netzgekoppelte Photovoltaikanlage

Photovoltaik wird in ganz Deutschland, aber auch in Europa und weltweit, zu einem immer wichtigeren Thema. In Deutschland sind die meisten Photovoltaikanlagen netzgekoppelt, sie sind also an das öffentliche Stromnetz angeschlossen. Das bedeutet, dass der erzeugte Strom direkt in das Stromnetz des örtlichen Stromversorgers eingespeist wird. Dies hat den Vorteil, dass der erzeugte Strom keiner Zwischenspeicherung bedarf, die oft nur sehr aufwändig zu realisieren ist.

Ebenfalls bietet sich die netzgekoppelte Anlage deshalb an, weil für den eingespeisten Strom eine Einspeisevergütung gezahlt wird. Diese ist im Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) geregelt und wird für 20 Jahre ab Inbetriebnahme der Anlage garantiert. Die Stromversorger sind dazu verpflichtet, den Strom aus Solaranlagen abzunehmen.

Funktionsweise der netzgekoppelten Anlage

Die netzgekoppelte Anlage erzeugt aus Sonnenlicht Strom. Dafür braucht es verschiedene Bestandteile:

  1. Solargenerator, also die Solarmodule
  2. Wechselrichter
  3. Energiezähler

Trifft das Sonnenlicht auf die Solarmodule auf, so wird es in Strom umgewandelt. Allerdings handelt es sich dabei um Gleichstrom, der in aller Regel für den Betrieb von Haushaltsgeräten oder zur Einspeisung ins öffentliche Stromnetz nicht genutzt werden kann. Deshalb kommt an dieser Stelle der Wechselrichter zum Einsatz, der den Gleichstrom in Wechselstrom umwandelt.

Der Energiezähler ist dazu da, die erzeugte Strommenge zu erfassen. Der Strom wird in das öffentliche Stromnetz eingeleitet und der eingespeiste Strom laut Energiezähler wird vom Stromversorger bezahlt.

Einspeiseverträge für die netzgekoppelte PV Anlage

Soll eine Photovoltaikanlage an das öffentliche Stromnetz angeschlossen werden, so ist dies beim zuständigen Energieversorger anzumelden. In der Regel wird die Installationsfirma diese Anmeldung vornehmen. Die meisten Stromversorger bieten ihren Kunden dann Einspeiseverträge an.

Leider sind diese aber oftmals zu Ungunsten des Anlagenbetreibers ausgelegt. Deshalb sollten Photovoltaikanlagen-Besitzer die Verträge genau überprüfen und sich im Zweifel fachlichen Rat bei einem versierten Anwalt einholen. Grundsätzlich ist nämlich ein Einspeisevertrag nicht notwendig, da alle Grundlagen der solaren Stromerzeugung, einschließlich der Einspeisevergütung, im EEG festgelegt sind. Das heißt, dass die gesetzlichen Regelungen ausreichen, um eine netzgekoppelte Anlage zu betreiben. Da Individualverträge jedoch oft mit Vorteilen für den Stromversorger verbunden sind, werden diese gerne genutzt.

Voraussetzungen für die Stromeinspeisung

Grundvoraussetzung für die Stromeinspeisung in das öffentliche Stromnetz sind die Netzanschlussbedingungen, sowie die TAB. Weiterhin gelten verschiedene Normen, die berücksichtigt werden müssen. Auch Prüfsiegel bezüglich der Sicherheit der Anlage und in aller Regel eine Abschaltung der Anlage bei Störungen im Stromnetz gehören zu den Voraussetzungen für die Stromeinspeisung.

Die Einspeisevergütung wird ab dem Tag der Inbetriebnahme gezahlt. Dabei spricht man von der Inbetriebnahme dann, wenn die Anlage das erste Mal Strom erzeugt hat. In der Regel schicken die Stromversorger einen Mitarbeiter zur Inbetriebnahme der Anlage, so dass dieser mit anwesend ist. Er wird ebenfalls das Inbetriebnahmeprotokoll einsehen, welches angefertigt werden muss.

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