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Die Inbetriebnahme im Überblick

Nachdem alle Vorbereitungen für die Anschaffung einer Photovoltaikanlage getroffen wurden, steht der große Tag der Inbetriebnahme kurz bevor.

Doch hier müssen künftige Anlagenbetreiber viele Punkte beachten. An erster Stelle steht die Photovoltaik Planung, denn die PV Anlage muss in den Dimensionen dem vorhandenen Dach angepasst werden. Auch sollten mögliche Renditen und Amortisationszeiten bereits im Vorfeld geprüft werden. Zudem muss die Anlage beim Energieversorger angemeldet werden.

Im zweiten Schritt folgt die Photovoltaik Montage, hierbei ist zu unterscheiden in die Aufdach Montage, Indach Montage, Flachdach Montage, Fassaden Montage und Vordach Montage. Je nach Montageart fallen unterschiedlich hohe Kosten an und auch der Aufwand ist hierbei sehr unterschiedlich. Auch die Photovoltaik Komplettanlage ist davon nicht ausgeschlossen. Die Photovoltaik Installation ist im dritten Schritt der PV Anlage durchzuführen, wobei der Anschluss der Anlage einen wichtigen Stellenwert einnimmt, aber genauso das Inbetriebnahmeprotokoll.

Die Anlage richtig schützen

Wichtig ist im weiteren Verlauf, dass sich Verbraucher darüber klar werden, welche Gefahren für ihre PV Anlage entstehen können. Ein Blitzschutz ist zwingend erforderlich, da viele Versicherungen nur mit diesem abgeschlossen werden können und auch Kreditgeber den Blitzschutz einer Photovoltaikanlage voraussetzen. Schnee- und Windlast können die Anlage beschädigen, weshalb hierfür entsprechende Schutzmaßnahmen ergriffen werden müssen.

Der Diebstahl von Solarmodulen war lange Zeit ein großes Problem, hat sich in den letzten Jahren aufgrund des starken Preisverfalls jedoch rückläufig entwickelt. Besonders wichtig ist die Versicherung der Photovoltaikanlage. Hierbei kommen verschiedene Versicherungen in Frage, wie

  • die Haftpflichtversicherung,
  • die Wohngebäudeversicherung,
  • die Photovoltaik Versicherung und
  • die Montageversicherung.

Wichtig sind diese Versicherungen nicht nur für den eigenen Schutz, sondern stellen sie oft eine Grundlage für die Gewährung eines Darlehens dar.

Energieunternehmer werden

Mit der Inbetriebnahme der Anlage wird der Verbraucher zum Energieunternehmer. Es ist jetzt Zeit, sich zu überlegen, wie das Gewerbe angemeldet werden soll und ob man von der Kleinunternehmerregelung Gebrauch machen will. Die Vor- und Nachteile der Umsatzsteuerpflicht sind dabei ebenso zu berücksichtigen, wie die Überlegung, welche Buchführung durchgeführt werden soll. Bei der Kleinunternehmerregelung können vereinfachte Buchführungsregelungen befolgt werden.

Inbetriebnahme der Anlage zum festgesetzten Termin

Wenn die PV Anlage vollständig installiert ist und technisch einwandfrei funktioniert, rückt der Zeitpunkt der Inbetriebnahme näher. Dabei ist es nicht maßgeblich, dass ein Wechselrichter installiert, der Strom ins öffentliche Netz eingespeist oder die Anlage beim Energieversorger angemeldet ist. Als Inbetriebnahmezeitpunkt wird laut der Clearingstelle EEG der Zeitpunkt angesehen, zu dem die Anlage das erste Mal Strom erzeugt.

Ersichtlich werden kann das beispielsweise an einer Glühbirne, die leuchtet. Wichtig ist, dass der Zeitpunkt der Inbetriebnahme, also der ersten Stromerzeugung, klar dokumentiert wird. Denn dieser entscheidet über die Höhe der Einspeisevergütung.

Einspeisevertrag für PV Anlagen

Große Diskussionen herrschen immer wieder über den Einspeisevertrag für Photovoltaikanlagen. Natürlich wollen viele Verbraucher gerne einen gesonderten Vertrag mit dem Energieversorger abschließen, um auf diese Weise rechtlich auf der sicheren Seite zu sein. Leider vergessen dabei viele Verbraucher, dass ein Einspeisevertrag nicht nötig ist. Schließlich werden Rechte und Pflichten beider Seiten im EEG bereits festgelegt.

Ein weiteres Manko bei vielen Einspeiseverträgen: Sie bevorzugen die Belange des Energieversorgers gegenüber denen des Anlagenbetreibers. So finden sich beispielsweise Klauseln, die besagen, dass die Einspeisevergütung nur solange gezahlt wird, wie das EEG Bestand hat. Würde dieses plötzlich abgeschafft, so könnten sich Netzbetreiber auf den Einspeisevertrag berufen und die Zahlung Einspeisevergütung schon sehr viel früher, als von den Anlagenbetreibern geplant, einstellen. Im Gesetz ist eindeutig geregelt, dass eine PV Anlage auch ohne Einspeisevertrag betrieben werden kann und dass Energieversorger nicht auf dessen Abschluss bestehen dürfen. Wer sich dennoch nicht ohne Vertrag abspeisen lassen will, sollte diesen stets von einem Anwalt prüfen lassen und ggf. dagegen vorgehen.

Einspeisevergütung abhängig vom Inbetriebnahmedatum

Das Datum der Inbetriebnahme einer Photovoltaikanlage ist entscheidend, schließlich entscheidet es über die Höhe der Einspeisevergütung. Wer also im Dezember eine Anlage baut, sollte darauf achten, dass diese auch im Dezember noch in Betrieb genommen wird, da die Einspeisevergütung bereits ab dem Januar weiter sinkt – und das für 20 Jahre.

Für die Inbetriebnahme ist es lediglich erforderlich, dass die Anlage Strom erzeugt – es ist nicht notwendig, sie bereits beim Energieversorger angemeldet zu haben, eine Netzverträglichkeitsprüfung muss ebenso wenig durchgeführt worden sein, wie die Verlegung von Netzanschlüssen und anderen Anschlussleitungen.

Eine detaillierte Dokumentation des tatsächlichen Inbetriebnahmedatums wird unter anderem von der Clearingstelle EEG empfohlen, selbst wenn sich Anlagen- und Netzbetreiber nicht auf einen Nachweis verständigt haben.

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