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Die Anschaffungskosten für eine Photovoltaikanlage

Die Anschaffungskosten einer Photovoltaikanlage können sehr unterschiedlich sein und hängen von verschiedenen Faktoren ab. So spielt die Qualität der ausgewählten Solarmodule eine zentrale Rolle. Aber auch die vorherrschenden Gegebenheiten können eventuelle Mehrkosten induzieren. Insgesamt kann man deshalb die Photovoltaik Anschaffungskosten in Allgemein- sowie Individualkosten unterteilen.

Allgemeinkosten fallen für alle Photovoltaikanlagen an und beinhalten:

  • die Solarmodule
  • den Wechselrichter
  • benötigte Schrauben, Kabel und Leitungen
  • den Netzanschluss inkl. Abnahme und Einspeisezähler
  • die Montage durch den Fachbetrieb

Individualkosten sind abhängig von den vorherrschenden Bedingungen und daraus ergebenden Erfordernissen für den Photovoltaikanlagenbau. Sie umfassen beispielsweise

  • erforderliche Genehmigungen
  • Ständergestelle zur Aufständermontage der Solarmodule bei Flachdächern
  • photovoltaikoptimierende Baumaßnahmen am Haus

Den größten Part dieser Anschaffungskosten nehmen unbestritten die Solarmodule ein, die mit einem Preis zwischen 1000 und 1500 Euro pro Kilowatt Peak zu Buche schlagen. Asiatische Anbieter überzeugen zwar mit günstigeren Preisen, sind jedoch bezüglich der Modulqualität nicht unumstritten.

Insgesamt werden die kompletten Anschaffungskosten einer Photovoltaikanlage für ein durchschnittliches Einfamilienhaus auf 6500 bis 8250 Euro beziffert, wobei diese Zahl in ein Verhältnis zur erzielbaren Einspeisevergütung beziehungsweise der Energiekostenersparnis bei Eigenverbrauch gesetzt werden muss.


Photovoltaik Anschaffungskosten für Endkunden

Preisspannen
Solarmodule 1000 – 1500 Euro pro kWp
Wechselrichter250 - 350 Euro pro kW
Schrauben, Kabel & Leitungen80 - 120 Euro pro kWp
Montagesystem100 - 150 Euro pro kWp
Montage120 – 180 Euro pro kWp
Netzanschluss inkl. Abnahme und Zähler500 – 1000 Euro

Stand: Februar 2017


Anschaffungsrechenbeispiel für Photovoltaikanlagen

Am besten lassen sich die Anschaffungskosten einer Photovoltaikanlage anhand konkreter Rechenbeispiele vergegenwärtigen. Dabei sollte jedoch bedacht werden, dass die Photovoltaik Preise nicht nur von der Qualität der Solarmodule abhängen, sondern auch die verschiedenen Photovoltaikunternehmen mitunter erhebliche Preisdiskrepanzen aufweisen. Eine exakte Preisdarstellung kann deshalb nur ein detaillierter Kostenvoranschlag liefern.

Nichtsdestotrotz bildet die nachfolgende Tabelle eine Orientierungsgrundlage. Zur Berechnung wurden eine Photovoltaikanlage mit 5 kWp Leistung sowie die durchschnittlichen Preisangaben herangezogen:

Durchschnittspreise
Solarmodule 6250 Euro
Wechselrichter1500 Euro
Schrauben, Kabel & Leitungen500 Euro
Montagesystem625 Euro
Montage750 Euro
Netzanschluss inkl. Abnahme und Zähler750 Euro
10375 Euro

Stand: Februar 2017

Kommen nun individuelle Kostenfaktoren hinzu, erhöht sich logischerweise der Endpreis der Photovoltaikanlage. Dabei ist zu berücksichtigen, dass beispielsweise Baugenehmigungskosten stark variieren können und von der Gebührenordnung der zuständigen Baubehörde abhängig sind. Als Faustregel gilt, dass die Genehmigung einer Photovoltaikanlage Kosten von rund einem Prozent des gesamten Rohbauwerts, mindestens jedoch 100 Euro verursacht. Außerdem erhöhen eventuelle Aufständerungen für Flachdächer den Solarmodulpreis, ebenso wie notwendige Baumaßnahmen, wie beispielsweise vorgeschaltete Dachsanierungen oder das Versetzen von einem Strommast, sich preissteigernd auswirken.


Die Mehrwertsteuer und der Fiskus bei den Anschaffungskosten einer Photovoltaikanlage

Wer sich für den Kauf einer Photovoltaikanlage entscheidet, der muss dabei auch die Mehrwertsteuer berücksichtigen. Geht man von Gesamtkosten einer Anlage von 12.500 € aus, so enthält diese einen Mehrwertsteuerbetrag in Höhe von 1.995,80 €. Dieser Betrag kann jedoch vom Fiskus erstattet werden, sofern der Anlagenbetreiber sich entschließt, ein Kleingewerbe anzumelden. Das bedeutet, dass er die Erträge aus der Einspeisevergütung mit Umsatzsteuer ausgezahlt bekommt, die dann monatlich oder jährlich, je nach Höhe der Steuerbeträge, ans Finanzamt durchzureichen ist. Am Beispiel wird das Ganze deutlicher:

Kosten der Anlage12.500,00 €
Enthaltene MwSt.1.995,80 €
Einspeisevergütung inkl. MwSt.1.164,00 €
Enthaltene MwSt. in der Einspeisevergütung185,85 €
MwSt. ans Finanzamt in 20 Jahren abzuführen3.717,00 €
Ertrag aus der MwSt.- 1.721,12 €

Dieses Geschäft erscheint auf den ersten Blick natürlich wenig lukrativ. Doch es müssen weitere Faktoren berücksichtigt werden. Zunächst einmal wird der große Betrag von fast 2.000 € bereits direkt nach dem Kauf der Anlage zurück erstattet, während die 3.700 € sich über einen Zeitraum von 20 Jahren verteilen. Außerdem können Kosten für Wartung, Reparaturen und Reinigungsarbeiten an der PV-Anlage als Betriebsausgaben geltend gemacht werden. Dadurch sinkt der Betrag, der an den Fiskus abzuführen ist. Wenn innerhalb der 20 Jahre Kosten für die PV-Anlage in Höhe von 5.000 € entstehen, sind darin 798,32 € MwSt. enthalten, die wiederum von der abzuführenden Steuer einbehalten werden können. Damit sinkt das Minusgeschäft bereits auf unter 1.000 €.

Die genauen Photovoltaik Kosten, die während des Betriebs der Anlage anfallen, sind natürlich im Voraus nur schwer zu beziffern und können deutlich höher ausfallen, so dass deutliche Verschiebungen in oben gezeigter Berechnung erfolgen können.

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