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Wichtige Dachflächenvoraussetzungen im Überblick

Obwohl die meisten Dächer photovoltaikgeeignet sind und es selbst für suboptimale Bedingungen dank moderner Technologien geeignete Lösungsansätze gibt, sind bezüglich der Dachfläche drei Grundvoraussetzungen unabdingbar:

1. Baulicher Dachzustand
Dachdichtigkeit sollte auf lange Sicht gegeben sein. Eventuell in absehbarer Zeit anfallende Sanierungsarbeiten vor der Umsetzung des PV-Vorhabens ausführen. Statische Tragfähigkeit der gesamten Dachkonstruktion sollte überprüft werden. Folgende Zusatzgewichte müssen pro Quadratmeter vom Dach getragen werden können:

  • Schrägdächer: 25 kg
  • Flachdächer mit Aufständermontage: 30 kg
  • Im Zweifelsfall kann ein statisches Gutachten Aufschluss geben

2. Einzuhaltende Abstände
Solarmodule für Photovoltaikanlagen dürfen nicht die gesamte Dachfläche ausfüllen, sondern sollten zur Dachkante Mindestabstände einhalten. Diesen errechnet man nach folgender Faustformel:

Abstand Solarmodul zum Dach in cm x 5 = Regelabstand, mindestens jedoch 50 cm.

Hinzu kommen noch einige Abstandszentimeter zwischen den einzelnen Solarmodulen, bei der Aufständerung rund 50 cm.

3. Dachgröße
Selbst kleinste Dachflächen können für eine Photovoltaikanlage geeignet sein. Allerdings gibt es dennoch gewisse Empfehlungen, die auf Mindestdachflächen abzielen und gewährleisten sollen, dass die Verhältnismäßigkeit der Investition zum Ertrag gesichert ist.

Derzeit wird eine Kollektorfläche von mindestens 10 m² empfohlen. In Anbetracht der einzuhaltenden Mindestabstände ergibt sich eine unbedingte Dachfläche von 18 m², die mit der Anzahl der Solarmodule steigt.

Auswirkungen der Dachfläche auf den PV Ertrag

Während die Fragen der Statik und des Bauzustands des Dachs als zukünftigen Standort einer Photovoltaikanlage wohl eher Auswirkungen auf die Sicherheit sowie eventuelle Folgekosten haben, beeinflusst die Dachgröße unter Berücksichtigung der einzuhaltenden Mindestabstände den zukünftigen Ertrag, der aus dem Photovoltaiksystem erzielbar ist. Schließlich bedeutet eine größere Dachfläche ein potenzielles Mehr an Solarmodulen, mit denen sich auch eine erhöhte Menge an Strom erzeugen lässt. Folgende Beispieltabelle soll dies stärker verdeutlichen.

18 m²33,5 m²43 m²55,5 m²
Anzahl Solarmodule1 234
Jahresstromerzeugung1.160 kWh2.320 kWh3.480 kWh4.640 kWh
Einspeisevergütung142,68 €285,36 €428,04 €570,72 €

Als Berechnungsgrundlage wurde ein optimal südlich ausgerichtetes und um 30 Grad geneigtes Satteldach in München herangezogen. So ergibt sich bei einer Modulleistung von 1,16 kWp der genannte durchschnittliche Jahresertrag. Es wird mit der aktuell geltenden Einseisevergütung von 12,30 Cent gerechnet. In die Dachflächenberechnung fließen neben einer Standardmodulgröße von 10 m², verteilt auf 5 m Höhe und 2 m Breite, jeweils 50 cm Mindestabstand zu allen vier Dachkanten und der Solarmodule untereinander ein.

Übertragen auf eine höhere Anzahl gewünschter Solarmodule lässt sich die erforderliche Dachfläche folgendermaßen berechnen:

(Solarmodulanzahl x Solarmodulbreite + 1) x (Solarmodulhöhe + 1) + [(Solarmodulanzahl – 1) x 0,5]

Die eigene Dachfläche berechnen

Die eigene Dachfläche kann mit unserem Dachflächen-Rechner berechnet werden: Zum Dachflächen-Rechner

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