Bis 35% sparen

Das Inbetriebnahmeprotokoll – der große Schritt zur solaren Stromerzeugung

Einer der letzten Schritte auf dem Weg zur solaren Stromerzeugung ist das Inbetriebnahmeprotokoll. Wurde der Einspeisezähler vom Elektriker angeschlossen und steht auch der Netzanschluss zum Energieversorger, muss das Inbetriebnahmeprotokoll ausgefüllt werden. Dafür werden die technischen Daten der Anlage gemessen und es muss überprüft werden, ob diese den gültigen Normen entsprechen. Derzeit sind die Normen für „elektrische Anlagen und Betriebsmittel“ nach VDE 0100 Teil 610 und BGV A2 geregelt.

Die wichtigsten Informationen, die im Inbetriebnahmeprotokoll vermerkt werden, sind dabei:

  • Isolationswiderstand
  • Erdungswiderstand
  • Leerlaufspannung des Generators
  • Spannungsabfall
  • Kurzschlussstrom pro Strang

Weitere Informationen können Verbraucher auf Nachfrage bei ihrem Installationsunternehmen erhalten. Sollten später Veränderungen an der Anlage vorgenommen oder diese erweitert werden, muss das Inbetriebnahmeprotokoll erneut ausgefüllt werden. Dann sind die entsprechend neu gemessenen Werte anzugeben.

Protokollerstellung für die Unterlagen

Die Erstellung des Inbetriebnahmeprotokolls für die Photovoltaikanlage ist zwingend erforderlich, um dem Netzbetreiber gegenüber zu versichern, dass die eigene Anlage seinen Bestimmungen entspricht und alle wichtigen Normen erfüllt.

Außerdem wird das Inbetriebnahmeprotokoll zu dem Zeitpunkt erstellt, zu dem die Anlage das erste Mal Strom erzeugt. Damit kann auch nachgewiesen werden, welcher Stichtag für die spätere Berechnung der Einspeisevergütung anzusetzen ist. Das Inbetriebnahmeprotokoll sollte zumindest in Kopie immer beim Anlagenbetreiber verbleiben, da es in vielen Fragestellungen eine hohe Beweiskraft hat.

Voraussetzungen für einen Einspeisevertrag

Damit die Photovoltaikanlage auf dem eigenen Dach das tun kann, wofür sie angeschafft wurde, nämlich Geld verdienen, muss der erzeugte Strom ins öffentliche Stromnetz eingespeist werden. Viele Energieversorgungsunternehmen (EVU) überreichen dem Kunden dafür einen so genannten Einspeisevertrag und ebenso viele Verbraucher unterzeichnen diesen achtlos.

So einfach sollte man mit diesem sensiblen Thema jedoch keinesfalls umgehen. Der Einspeisevertrag erübrigt sich aufgrund der gesetzlichen Regelungen nämlich. Wird er dennoch unterzeichnet, ist er höher zu gewichten. Und dass die EVU nicht unbedingt nur das Wohl des Kunden im Sinne haben, wenn sie einen solchen Vertrag entwerfen, dürfte sich von selbst erklären. Vielfach werden Vorbehaltszahlungen für die Einspeisevergütung, Haftungsausschlüsse und vieles mehr vereinbart, die das EVU besser stellen, den Kunden jedoch benachteiligen. Im Zweifel sollte der Vertrag von Verbraucherzentralen oder dem eigenen Anwalt überprüft werden. Eine Unterzeichnung ist ebenfalls nicht erforderlich, da das EVU zur Abnahme des Stroms auch ohne Vertrag verpflichtet ist. Insbesondere Verträge, bei denen teure Anschlussentgelte für den Netzanschluss vereinbart werden, sollten grundsätzlich abgelehnt werden.

Zusammenarbeit mit dem EVU

Eine Vertragsablehnung des angebotenen Vertrags ist mitunter unverzichtbar. Doch sollte diese nicht vorschnell erfolgen, schließlich möchte der PV Anlagen Betreiber ja auch längerfristig mit dem EVU zusammenarbeiten. Deshalb sollte versucht werden, auf sachlicher Ebene eine für beide Seiten zufriedenstellende und praktikable Lösung zu finden. Wichtig ist in diesem Zusammenhang genauso, dass man sich über wichtige Punkte einigt:

  • Wann wird die Einspeisevergütung ausgezahlt? – Monatlich, quartalsweise, jährlich
  • Erstellt das EVU eine Gutschrift oder muss der Anlagenbetreiber eine Rechnung schreiben?
  • Muss eine Fernabschaltungsvorrichtung eingebaut werden, damit die Abschaltung bei drohenden Netzüberlastungen erfolgen kann?

Das sind natürlich nur einige der wichtigsten Fragen, die vor der Zusammenarbeit mit dem EVU zu stellen und zu klären sind.

X